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Vom Beginn christlichen Lebens in Greiz bis in die 1990er Jahre |
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Die erste Kirche stand an der Elsterfurt,
etwa dort, wo sich die jetzige Stadtkirche
befindet. Sie muss kurz nach der ersten
Erwähnung der Greizer Burg (1209)
gegründet worden sein.
Nach der Reformation war es dann die aus
Frankreich stammende Fürstin Gasparine,
die 1822 wieder eine katholische
Gemeinde begründete. Ihr Mann, Fürst
Heinrich XIX. stellte die Porzellanrotunde
(erbaut zur Ausstellung japanischen und
chinesischen Porzellans) im Greizer Park
als Kapelle zur Verfügung. Sie war den
"Drei heiligen Königen" geweiht. |
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Die Gemeinde entwickelte sich in der wirtschaftlich aufblühenden Stadt. 1897 wurde
endlich die Gründung der Gemeinde behördlich genehmigt. Daraufhin siedelte Pfarrer
Hackethal aus Reichenbach nach Greiz über. In der Gaststätte "Hopfenblüte" konnten
eine Kapelle und eine Priesterwohnung eingerichtet werden.
1898 wurde der Cäcilienchor gegründet. Später wurde in der Carolinenstraße 28 das
Büttnersche Haus erworben. In einem Seitenflügel wurde die Kapelle eingerichtet. |
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Anfang der 30er Jahre reichte auch die
katholische Kapelle für die immer größer
werdende Gemeinde nicht mehr aus. Die
neue Kirche wurde allerdings anders als
geplant. Die an die Macht gelangten
Nationalsozialisten genehmigten nur einen
nüchternen Zweckbau, der nach der
Lösung der "Kirchenfrage" in ein Kino
umgewandelt werden konnte. Nach
verschiedenen Hindernissen konnte sie |
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1938 endlich konsekriert werden und erhielt den Namen "Herz Jesu". Durch die Wirren
des 2. Weltkrieges verschlug es zahlreiche Flüchtlinge nach Greiz, die auch die
Kirchenbänke sehr zahlreich füllten. Auch nach dem Krieg kamen noch unzählige hinzu.
Die Zahl der Gläubigen wuchs auf 8000 an. So kam im Jahre 1946 der erste Kaplan nach
Greiz. Es folgten Jahre des Neuaufbaus mit der Einrichtung von Kapellen in Neumühle
und Langenwetzendorf. Die zur Pfarrei gehörenden Katholiken in Elsterberg und
Umgebung wurden seit 1947 bis 1962 von Pfarrer Neumann (gest. 1979) betreut.
Große Schäden verursachte das Hochwasser 1954 in der Stadt. In unserer Kirche stand
das Wasser 1,10 m hoch. Auch der Kauf des bis 1999 genutzten Altenheims
"St. Martin" fiel in dieses ereignisreiche Jahr. Anfang 1957 erhielt dann die Kirche eine
Orgel, die 1982 erneuert und vergrößert wurde. In die Zeit der 1960er Jahre viel die
Auseinandersetzung mit den Neuerungen des II. Vatikanums, die Gründung des ersten
Pfarrgemeinderates und der Beginn der Ökumene in unserer Stadt.
In den folgenden Jahren waren zahlreiche Renovierungsarbeiten, Um- und Ausbauten des
Gemeindehauses notwendig. Das gemeinsame Tun in dieser Zeit schweißte die
Gemeinde fester zusammen. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen
Gemeinden der Stadt vertiefte sich. Zu einem Politikum entwickelte sich eine
Buchlesung des damals in Greiz wohnenden Dichters Reiner Kunze in unserer Kirche. |
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Anfang der 1980er Jahre wurde die Kirche nach
den Beschlüssen des II. Vatikanischen Konzils
umgestaltet und die Orgel rekonstruiert. Der von
der Greizer Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher
gestaltete Kreuzweg erinnert seit 1984 an unseren
gemeinsamen Weg mit Christus.
Zum Katholikentag 1987 in Dresden hatten sich
auch zahlreiche Greizer auf den Weg gemacht.
Mit dem Jahr 1989 kam eine Zeit der Veränderung
un der Öffnung. Zum Friedensgebet fanden sich
am 9. Oktober (zusätzlich zum Gebet in der
überfüllten Stadtkirche) 600 Menschen |
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zusammen. Im Sommer 1990 fand die Religiöse Kinderwoche erstmals ökumenisch
statt. 1991 lud das erste Ökumenische Straßenfest zur Begegnung ein.
1995 gestalteten Mitglieder der evngelischen und katholischen Gemeinde den
Kindergottesdienst im Dresdner Eisstadion anlässlich des Katholikentages. Von 1994
bis 1996 wurde das Gemeindehaus in mehreren Bauabschnitten umgestaltet.
Die Texte wurden der Festschrift zum 100 jährigen Bestehen unserer Gemeinde aus dem
Jahr 1997 entnommen, gekürzt und z.T. leicht verändert. |
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